Freitag, 9. November 2012

Die Pläne, die wir schmieden; ungenau, jung und dumm.-

'Da hast du aber nochmal Glück gehabt', sagt er. 'Eine halbe Stunde später und dein Freund wäre gestorben. Gut dass du angerufen hast.' Ich nicke. So richtig kann ich das alles noch nicht glauben. Ich betrete das Zimmer. 216 hatte seine Mutter am Telefon gesagt. Es ist der richtige Raum. Er liegt da, verkabelt, schlafend. Das alles wirkt unwirklich. Seine Lunge ist kollabiert, was heißt das überhaupt? Und warum wäre er fast gestorben? Wie lange wird er noch in Lebensgefahr sein? Ich weiß es nicht. Ich setzte mich hin. Seine Mutter kommt rein. 'Danke dass du ihm das Leben gerettet hast!', sagt sie und umarmt mich. Das Leben gerettet? Ich hatte nichts gemacht. Ich hatte sie lediglich angerufen und sie gebeten Jo. von der Schule abzuholen, weil es ihm schlecht ging und er keine Luft mehr bekam. Ich konnte ja nicht ahnen dass es eine halbe Stunde später schon zu spät gewesen wäre..

Das war Mittwoch vor einer Woche. Keine Angst, mein Freund lebt noch. Er ist seit Freitag außer Lebensgefahr und darf auch bald nach Hause. Seine Lunge ist zusammengefallen weil er zu dünn ist. Einfach so. Eine halbe Stunde später hätten die Ärzte sie nicht mehr wieder aufbauen können und er wäre erstickt.. Ist er aber nicht. Zum Glück.

Es gibt einen Plan. Für Weihnachten. Ich halte die Gedanken nicht mehr aus. Ich werde mich auf diese Brücke stellen und den Impuls entscheiden lassen. Ich bin ja nicht umsonst angeblich 'impulsiv'.

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