Donnerstag, 6. November 2014

Who will make me fight?

Es ist September. Der 13. Geburtstag meiner Schwester. Wir werden ihn bei meinem Vater verbringen. Er wird uns nachmittags abholen und wir werden essen gehen, genau so, wie ich es mit ihm besprochen habe. In ihrem Lieblingsrestaurant - als Überraschung. Es wird ein schöner Tag werden, so ganz anders als mein 13. Geburtstag damals. Und ich werde sie beschützen. Egal was kommt.


Meine Schwester ist spät dran, mein Vater wartet schon vor der Haustür. Ich will ihm nicht alleine gegenübertreten, er war gestern schon so sauer weil ich krank war und deshalb nicht zum Stall konnte. Weil er das Geld dann umsonst bezahlt. Als wir dann schließlich im Auto sitzen, rastet er komplett aus. Er schreit mich an, warum ich keinen Respekt vor ihm habe und immer nur egoistisch bin. Ich nehme immer nur aber gegeben habe ich angeblich noch nie etwas. Überhaupt bin ich die schlechteste Tochter auf der Welt und weil er mir Unterhalt bezahlen muss, hat er kein Geld mehr für sich selbst. Er wäre immer nur das Arschloch, das alles für uns tut aber wir sind undankbar und insgesamt ziemlich scheiße. 
Ich lasse das Geschrei über mich ergehen und sage nichts. Solche Aktionen kenne ich noch zu gut von früher. Aber in mir wächst eine riesige Wut an. Warum an ihrem Geburtstag? Warum zieht er sie da mit rein? Ich kann ihr Gesicht doch im Rückspiegel sehen. Wie sie versucht, die Tränen zu verbergen. Aber ich kenne sie zu gut. Als wir bei meinem Vater zu Hause sind, bricht er in Tränen aus. Er sagt, dass er viel lieber wo anders wohnen würde, aber durch uns sie er ja leider an die Gegend gebunden. Genau. Wir sind schuld. Wie immer.
Der Rest des Abends läuft dementsprechend. Im Restaurant rufe ich meine Mutter von der Toilette aus an und erkläre ihr, dass sie mich abholen muss. Weil ich die Situation nicht mehr ertrage. Ich entschließe mich dann doch zu bleiben - meiner Schwester zu Liebe. Damit sie nicht mit ihm alleine sein muss.

Am nächsten Morgen habe ich eine Entscheidung getroffen. Ich möchte diesen Mann nie wieder sehen. Es reicht, meine Kraft ist am Ende. Ich kann das so nicht mehr. Ich beschließe, ihm einen Brief zu schreiben, in dem ich ihm meine Beweggründe erkläre. Es ist ein harter Entschluss, aber es wird das Beste für mich sein.

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Aus irgendeinem Grund komme ich nicht mehr in mein meinvz. Ich weiß nicht, ob es an meinem Tablet liegt oder an dem Account.. Aber es tut mir Leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe.

Samstag, 22. März 2014

Ich liebe dich, Cas, willst du mit mir geh'n?

Wenn du im neuen Fan-Shirt, mit verschmiertem Make-up, weil du geweint hast, mit Halsschmerzen und ohne Stimme, weil du geschrien hast, verschwitzt, weil du in einer riesen Menschenmenge gefeiert hast, zusammen mit Leuten, die zu seit einer Stunde kennst, und mit einem Lächeln auf dem Gesicht die Halle verlässt, dann weißt du, dass das Konzert sehr sehr gut war. :)

Casper ♥ .- Lebensretter.

Dienstag, 4. März 2014

Ich bin unfassbar.-

"Können wir machen, wenn du willst", sage ich. "Ich muss aber nicht vorbeikommen, ist deine Entscheidung." "Natürlich will ich, dass du vorbeikommst", antwortet M. und lacht. "Warum sollte ich das nicht wollen?" "Hätte ja sein können", erwidere ich. "Ja klar. Ich wollte aber nachher eigentlich zu F., du kannst mitkommen wenn du willst." "Hast du gefragt, ob ich mitkommen kann?", will ich wissen. "Nein, warum sollte ich, das ist doch nur F." "Frag ihn bitte." "Warum sollte ich?", fragt M. "Ich will nicht nerven", antworte ich. "Wie, nerven?" "M., wenn dich dein ganzes Leben lang niemand haben will, gehst du irgendwann davon aus, dass du schwierig bist und nervst. Und das will ich nicht. Deshalb frage ich auch immer. Weil ich anstrengend bin. Das haben sie mir zumindest immer gesagt. Warum magst du mich überhaupt? Jetzt mal im Ernst. Ich kann meine eigene Anwesenheit noch nicht mal ertragen, wie kann ich dann erwarten, dass jemand anderes es kann?"

Praktikum war gut.

Montag, 13. Januar 2014

Du und ich, wir sind alles, was ich nicht bin.-

'Ich wollte eigentlich mit dir reden bevor das wieder passiert..', sage ich. Ich hatte mir fest vorgenommen, ihm die Wahrheit zu sagen. Ihm die Gründe für mein Verhalten zu nennen, aber ich hatte es immer wieder auf später verschoben. 'Warum, was ist los?', fragt M. und hält meine Hand fest, die wie so oft in letzter Zeit zittert. Entzugszuckungen. Ich hatte die Klinge seit einer Ewigkeit nicht mehr angerührt, was aber nicht bedeutete, dass es besser wurde. Im Gegenteil. 'Ich habe einfach ein paar kleine Störungen..', beginne ich. Verdammt, warum konnte ich nicht einfach normal sein? Mir fielen tausend Sachen ein, die ich lieber machen würde, als M. meine Probleme zu erklären. Viel lieber würde ich mich wieder an ihn kuscheln und da weitermachen, wo ich ihn soeben unterbrochen hatte, aber ich musste da jetzt durch. 'Hat es was mit diesen Zuckungen zu tun?', fragt er. 'Das sind Entzugserscheinungen..' 'Von was?', will er wissen. Das wäre der Moment gewesen, aber ich kann es nicht. Ich schüttle nur den Kopf. 'Alina?' 'Tut mir leid, dass ich alles so kompliziert mache', sage ich. Ich habe zu große Angst. M. war  anders als die anderen Jungen, die ich kannte. Er war viel älter und auch vernünftiger, er hatte nichts mit Drogen zu tun, er rauchte noch nicht mal. Im Gegensatz zu den anderen war er ein ziemlicher Spießer. 'Jetzt sag es doch einfach', antwortet M. Ich nicke. 'Die Zuckungen.. Also das liegt an..' Ich finde die richtigen Worte nicht. 'Ach egal, ich zeig es dir einfach', sage ich schließlich und beginne entschlossen damit, meinen Pullover hochzuziehen. 'Meinst du das an deinen Armen?', fragt M. Ich muss ihn ziemlich erstaunt ansehen denn er fügt hinzu: 'Das wusste ich doch schon. Das habe ich neulich schon gesehen. Übrigens bevor ich dich das erste mal geküsst habe, wenn dir das hilft. Ich finde das nicht schlimm.' 'Wirklich?', frage ich ungläubig. 'Ja', sagt er und umarmt mich. 'Aber versprich mir, dass du das jetzt nicht mehr machst.' Ich nicke und antworte: 'Versprochen.'


Ich bin seit dem 21.12.13 mit M. zusammen. Bis jetzt funktioniert es ganz gut. Ich weiß, dass ich schwierig bin, aber ich glaube ihm, wenn er sagt, dass er mich liebt. Weil ich ihn auch liebe. Das ist das Wichtigste.

Ab nächster Woche mache ich ein Praktikum im Krankenhaus. 3 Wochen. Ich freue mich drauf.

Achja, Neujahrsvorsätze. Gibt es keine. Außer vielleicht.. glücklich sein. Und weiterleben. 

                                                                                                                                         .. ♥