Mittwoch, 24. Oktober 2012

Verdammt nah dran.-


Ich habe mir neue Schuhe gekauft und meine Haare rot 'gedip-dyed' ♥ :)
Das sind die Erfolge der Herbstferien bis jetzt.
Und ich habe mich nicht geschnitten, der letzte Rückfall war am 28.9. , schon fast ein Monat her.

Bin ich eigentlich der einzigste Mensch auf der Welt, der Weihnachten über alles hasst?
Ich habe mir überlegt, an Weihnachten wegzulaufen, irgendwohin, damit ich das alles nicht ertragen muss. Aber das kann ich nicht machen, das kann ich meiner Familie und vor allem meiner kleinen Schwester nicht antun.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Doch ich weiß dass er mich liebt.-

Ich wende mich von ihm ab, weil ich es nicht mehr ertragen kann. 'Was hast du?', fragt er. 'Warum drehst du dich weg?' Weil ich gestört bin. Weil ich dich nicht verdient habe. Weil ich dich nicht ansehen kann, ohne dich zu hassen. Ich sage nichts. An manchen Tagen habe ich eine unendlich große Wut in mir. Sie richtet sich gegen Alles und Jeden und am Ende doch nur gegen mich. An manchen Tagen kann ich es nicht ertragen, jemanden lachen zu sehen. Manchmal fange ich an zu weinen, weil alle glücklich sind, nur ich nicht. Manchmal werde ich wütend, weil sie nicht sehen, wie schlecht es mir geht. Manchmal sagen sie Dinge, die mir weh tun und merken es nicht. An manchen Tagen wird mir alles zu viel. Egal ob positive oder negative Dinge. Das sind diese Momente, in denen ich mich wegdrehe. Ich will sie nicht verletzen. Ich will sie nicht anschreien. Sie können nichts dafür. Sie sind nicht der Grund für meine Wut. Ich weiß, dass sie es nur gut mit mir meinen. Ich will sie nicht verlieren. Nicht wegen dieser Krankheit. Also richte ich meine Wut gegen mich. Lasse alles an mir aus, weil ich mal wieder zu schwach dafür war, einfach einen normalen Tag zu leben. Einen Tag nicht zu weinen. Einen Tag ohne Panik Attacken. Der letzte ist schon lange her..



My name is Amanda Todd.-

 
Wahrscheinlich nervt euch das Thema. Aber ich muss einfach noch ein paar Dinge dazu sagen. Ich denke, es war nicht alles richtig, was sie getan hat und vielleicht war sie auch ein bisschen selbst daran Schuld, aber sie tut mir Leid. Alles was sie wollte war Liebe, Aufmerksamkeit und Freundschaft. Ich weiß nicht, ob ich anders gehandelt hätte, aber ich kann sie verstehen. Natürlich ist es irgendwie auch sinnlos, jetzt so einen Hype um sie zu machen, ich meine sie ist tot. Sie wird niemals erfahren, wie viele Millionen Menschen ihr Video gesehen haben und um sie trauern. Aber vielleicht hilft ihre Geschichte anderen Betroffenen und zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind. Ich hoffe es.
 
R.I.P Amanda
 
R.I.P John
Ich werde dich niemals vergessen!


Montag, 8. Oktober 2012

Das Laken ist feucht, blutrot.-

Mein erster Gedanke: 'Er ist tot, ich habe ihn umgebracht.' Aber ich habe doch nichts gemacht. Ich habe ihn nicht erschossen, ich habe ihn nicht erstochen, ich habe ihn nicht erwürgt, ich habe ihn nicht vergiftet. Ich habe ihm lediglich mit Tränen in den Augen erklärt, dass ich solange Pro Ana fortführen werde, bis er aufhört, mich fett zu nennen. Dann ist er mit den Worten 'Ich bin ein schlechter Freund' von meinem Bett aufgestanden und wolle zur Tür gehen, wollte mich verlassen. Und auf halben Weg ist er einfach umgefallen. Einfach so. Und liegen geblieben. Ich bin aufgesprungen und habe mich neben ihn gekniet. Er hat sich nicht mehr bewegt. Seine Augen waren geschlossen. Ich habe ihn geschüttelt, aber er hat nicht reagiert. Dann sah ich das Blut. Das Blut, das  durch sein T-shirt nach außen sickerte. Das Blut, das innerhalb von Sekunden meinen Pullover und meine Hände beschmierte. Und ich fing an zu schreien. Ich dachte, er stirbt. Ich war unfähig, irgendetwas zu tun. Er lag immernoch auf dem Boden und rührte sich nicht. Ich stand auf und ging langsam zur Tür. Ich wollte Hilfe holen, irgendetwas Richtiges tun. Als ich mich noch einmal umdrehte, sah ich, dass das Blut verschwunden war. Ich sah an mir herunter, mein Pullover war sauber, meine Hände normal, so wie immer. Ich rannte zu ihn zurück. Das Blut war weg. Einfach weg.
..Entzugs-Halluzinationen. Ein Teil meiner 'Krankheit', bei dem ich mir vorkomme, wie eine Gestörte. Ich realisierte, dass ich mir alles nur eingebildet hatte. Es gab kein Blut. Ich fing an zu heulen. Er wachte wieder auf. Es war so, als wäre nichts gewesen. Niemand war gestorben, nirgends wo war Blut. Nur wir, die immernoch auf dem Boden lagen. Und nicht wirklich verstanden, was in den letzten Minuten passiert war.

Meine Mutter will dass ich zurück in die Psychiatrie gehe. Mal wieder. Meine Oma hat angefangen zu heulen, als sie meine neuen Wunden gesehen hat. Selbst Schuld, wenn sie einfach meine Jacke wegreißt.. Aber mir gehts gut. Den Umständen entsprechend.