Ich will weg. Ich kann nicht mehr. Die Situation überfordert mich. Am liebsten würde ich für ein Jahr oder länger zu meiner 'Schwester' Bethany nach Amerika gehen. Die Schule abbrechen. Nur ein Jahr. Ein Jahr um alles wieder in Ordnung zu bringen. Ich habe gestern die erste Deutschklausur geschrieben. Es war okay, aber es ist gestört dass ich unfähig bin, etwas zu schreiben, oder mich zu konzentrieren, wenn ich mir nicht alle 5 Minuten die Hände aufkratze. Später Zu hause erstmal Rückfall. 48 Schnitte. Ich will das nicht. Im nachhinein bereue ich es so sehr. Aber in der Situation ist es das einzige was ich will. Mir kann in dem Moment nichts anderes helfen. Ich will doch auch wieder normal sein. Irgendwann muss es doch aufhören. Ich kann mich doch nicht mein ganzes Leben lang schneiden. Es sind jetzt 2 1/2 Jahre seitdem es angefangen hat und ich habe das Gefühl es wird immer schlimmer. Mein Rekord liegt immernoch bei 158 und das habe ich vor vielleicht einem Jahr aufgestellt. Seit dem habe ich mindestens jeden Monat einen Rückfall. Meine Psychologin gibt mir zwar Tipps, aber die helfen nicht. Wie soll ich mich den ablenken, wenn das Schneiden mein gesamtes Denken und Handeln einnimmt? Wie soll ich mich dann noch auf etwas anderes konzentrieren? Ich weiß, andere schaffen es ja auch. Andere. Ich nicht. Aber ich gebe mir Mühe, solange ich noch kann. Ich will nicht zurück in die Psychiatrie.

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